Warum du bei Finanzprodukten unbedingt auf die Kosten achten solltest

Den meisten Menschen ist nicht klar, was so ein popeliger Prozentpunkt langfristig mit ihrer Rendite macht. Zahlen lügen nicht, Menschen schon. Zusätzlich sind Menschen meisterliche Verdränger. Das gilt für Finanzproduktverkäufer und Privatanleger gleichermaßen. Lassen wir die Zahlen sprechen:

 

10.000 Euro bieten sich als Beispielsumme an, die ich einmal auf mein blaues Depot und einmal auf mein lila Depot lege. Gehen wir davon aus, dass wir pro Jahr durchschnittlich 5 % Rendite bekommen. Auf Depot Blau zahle ich 0,5 % laufende Kosten im Jahr. Depot Lila schlägt mit 1% mehr, nämlich mit 1,5 % Verwaltungskosten jährlich zu Buche. Schaue dir nun genau die Entwicklung beider Depots nach jeweils 10, 20 und 30 Jahren an.

Ein einziger Prozentpunkt hat dafür gesorgt, dass Depot Blau 9.385 Euro mehr vorweisen kann, als Depot Lila. Anders ausgedrückt: Depot Blau hat trotz „nur“ 1% geringerer laufender Kosten am Ende 25 % mehr auf der Rechnung stehen. Das kann sich sehen lassen. Und das heißt für uns Anlegerinnen vor allem eines: Kosten drücken. Daher freuen wir uns über kostengünstige ETFs. 

 

Das gilt übrigens auch für Rentenversicherungen. Je teurer sie sind, desto weniger springt am Ende für dich raus. 

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